Gute Geräte, aber gesetzlicher Gewährleistungsanspruch wird einfach ausgesessen
Gute Geräte, aber gesetzlicher Gewährleistungsanspruch wird einfach ausgesessen
Ich habe für mein LifeFitness-Gerät X1 nach 10 Jahren die defekte Konsole durch ein Ersatzteile im Wert von fast 500€ direkt von Lifefitness in München bezogen, dazu noch einen neuen Stellmotor für fast 100€, alles in Absprache mit deren Technikern, was gut lief.
Leider treten Probleme mit der neuen Konsole auf, die ich gekauft habe. Die Herzfrequenzmessung funktioniert nicht zuverlässig, der Puls wird einfach immer wieder für einige Zeit (30s bis hin zu Minuten) nicht erkannt, was zu erheblichen Beeinträchtigungen meines Trainings führt. Verschiedene Pulsuhren zeigen den Puls ohne irgendein Problem an.
Im Februar 2023 kontaktierte ich den Kundendienst, um das Problem zu lösen. Ich Bat schließlich um Austausch der defekten Konsole oder um Erstattung, da sie noch unter Gewährleistung stand.
Zunächst wurde mir gesagt, man könne nicht tauschen, da man nach mehr als einem Monat ja meine Rücksendung nicht wieder an das Lager legen könne. HALLO??? Wenn diese Konsole defekt ist, wieso wollte man diese dann wieder ans Lager legen?
Als nächstes hat man auf die Garantie verwiesen, die Lifefitness in ihren AGBs auf 6 Monate für Ersatzteile einschränkt.
Als ich mich dann auf die gesetzliche Gewährleistung berufen habe schreibt mir der “Teamlead Customer Service Solution” folgendes: “Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass diese gesetzliche Vorgabe sich auf Güter bezieht, nicht jedoch auf einzelne Ersatzteile von Gütern.”
Dass auch ein Ersatzteil ein Gut ist, sehen sowohl ich wie auch mein Anwalt so. Es gibt im Gesetz auch keine Ausnahme für Ersatzteile. Eher steht da, dass sogar der Aufwand für die neue Montage übernommen werden muss.
Ich habe dann letztlich schriftlich und per Einschreiben eine Nachbesserung im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung gefordert, mit Fristsetzung. Diese Frist hat die Firma einfach verstreichen lassen. Man sitzt meinen rechtlichen Anspruch vermutlich also einfach aus und hofft, dass mir der Rechtsweg zu mühsam ist.
Ich werde das schon aus Prinzip nicht auf sich beruhen lassen und mit Anwalt sowie Verbraucherschutz das ganze weiterverfolgen.
Nach dieser Erfahrung würde ich kein Lifefitness-Gerät wieder kaufen. Schade eigentlich.
8. Januar 2024
Bewertung ohne vorherige Einladung