Leider nicht zu empfehlen
Das Bergtheater Thale ist leider nicht zu empfehlen. Wir waren zur Schottischen Musikparade. Diese war natürlich wirklich geil, aber das ist ja nicht der Verdienst des Theaters. Die Künstler waren ja nur zu Gast.
Baulich, strukturell und personell eine Katastrophe. Am Einlass staute es sich. Eine halbe Stunde anstehen, nur um reinzukommen, das ist inakzeptabel. Das Personal ist unfreundlich und respektlos.
Man wird gezwungen, ein zum schottischen Outfit gehörenden Sgian Dubh abzugeben. Dabei handelt es sich um ein stumpfes Ziermesser. Und zwar so stumpf, dass man damit sogar durch eine Flughafensicherheitskontrolle kommt. Nur im Bergtheater darf man es nicht mit reinnehmen. (Und ja, ich habe demonstriert, wie stumpf es ist, es handelt sich dabei lediglich um ein Stück poliertes Metall). Ich vermute, damit sie einen zwingen können, für die Aufbewahrung zu bezahlen. Jeder Haustürschlüssel ist spitzer und schärfer.
Wohlgemerkt, ich habe mich vorher informiert, es stand nirgends, dass stumpfe und lediglich zum Outfit gehörende Ziermesser verboten seien. Auf der Internetseite stand nicht einmal was von echten Messern. Laut der sind lediglich große Taschen, große Getränke und sperrige Gegenstände verboten. Aber da machen die halt am Einlass mal spontan ihre eigenen Regeln.
Ich vermute, man hat den Betrieb des Theater aufgenommen, ohne vorher ein funktionierendes Qualitätsmanagement zu entwickeln und die Mitarbeiter entsprechend zu schulen. So etwas hat dann immer zur Folge, dass die Mitarbeiter machen, was sie denken und alles im Chaos endet. Ich empfehle dem Theater dringend, ein funktionierendes Qualitätsmanagement auf die Beine zu stellen und zertifizieren zu lassen. So wie jetzt funktioniert es nicht. Da braucht es genaue Regelungen.
Obendrein wird man von den Mitarbeitern am Einlass geduzt, wie respektlos. Zudem sind sie nicht fähig, klar und im ganzen Satz zu kommunizieren. Auch hier: Man sollte die Mitarbeiter schulen, wie man korrekt mit den Besuchern umgeht. Serviceorientierung gleich null.
Die Frau an der Gepäckaufbewahrung hielt den Kilt für einen „Rock“. Wenn man gerade eine schottische Veranstaltung zu Gast hat, sollte man besser informiert sein.
Für die meisten Zuschauer schien Alkoholkonsum wichtiger zu sein, als die Musik. Die meisten waren schon zu Beginn total betrunken. Widerlich. Sowas sollte man eindämmen. Und man sollte Getränke auch nur in der Pause verkaufen. Nichts stört mehr, als wenn während des Konzerts dauernd Leute durchdrängeln, um Nachschub zum besaufen zu holen.
Nach Ende der Veranstaltung strömten viel zu viele Menschen durch zu wenig Ausgänge. Das dauerte ewig. Baulich absolut inakzeptabel. Man braucht entweder mehr Eingänge oder weniger Plätze. Aber das würde ja den Profit mindern. Ich frage mich, wie man im Fall einer Evakuierung oder eines medizinischen Notfalls vorgeht. Gruselig.
Wir werden hier nicht noch einmal herkommen.
Zwei Sterne deshalb, weil die Bergkulisse und das damit verbundene Flair schön waren und zur schottischen Musik passten. Wenn man natürlich ehrlich ist, ist das jedoch nicht der Verdienst des Betreibers.





