Späte Enttäuschung
Zu Beginn war die Erfahrung grundsätzlich positiv. Über einen Zeitraum von 4 Monaten habe ich 3 Mietverträge abgeschlossen. Die Idee im Rahmen eines Rent-to-Own Prinzips, Kunden die Möglichkeit zu bieten, gute Instrumente auch für den kleineren Geldbeutel (über monatliche Rate) anzubieten, ist auch an und für sich nicht schlecht. Jedoch tritt bei Way of Music zunehmend das Abkassieren in den Vordergrund. Fast ein Drittel der monatlichen Zahlung trägt nicht zum Abbezahlen des Instruments bei. Da kommt sicherlich eine nette Marge heraus, was durchaus ein Grund für die Umwandlung des noch als gemeinnützig dargestellten Vereins hin zu klar profitorientierten GmbHs sein könnte.
Einen Mietvertrag habe ich abgelöst und die Gitarre übernommen. So weit, so gut.
Zwei hatte ich gekündigt und da beginnt der Stress, den man aus anderen Erfahrungsberichten schon kennt. Die erste zurückgesendete Gitarre wurde zunächst totgeschwiegen. Ankunft per DHL bestätigt, aber keine Rückmeldung. Einen Monat später wird für dieses Instrument ohne Rechtsgrund wieder eine Monatsgebühr abgezogen. Also E-Mail an den Shop mit Bitte um Klärung. Antwort kommt, die Gitarre sei nicht angekommen, Vorgang wird noch einmal geprüft. Daraufhin wieder schweigen. Also eine weitere E-Mail 32 Tage nachdem die Gitarre angekommen ist, mit Fristsetzung und Androhung weiterer rechtlicher Schritte. Jetzt kommt endlich Bewegung rein und wieder eine Antwort, die Gitarre sei eben erst angekommen, also zu spät. Das war entweder eine Verwechslung beider Gitarren - die zweite kam zu dem Zeitpunkt rund 6 Tage vorher erst bei Way of Music an - oder eine dreiste Lüge. Daraufhin habe ich dem Shop eine letzte Mahnung mit durchaus großzügiger Frist übersendet, auf deren Verstreichen hin wohl ein Vollstreckungsbescheid gestanden hätte. Frist wär bis einschließlich 68 Tage nach Ankunft der Gitarre bei Way of Music gegangen. Als Antwort erhielt ich die doch etwas freche Frage, warum ich doch so aggressiv sei.
Naja, muss jeder selbst wissen, ob er dort einen Mietvertrag abschließen möchte. Die Prozesse sind absolut überkomplex, wenig durchdacht und wie aufgezeigt sehr fehleranfällig. Ich gehe davon aus, dass bei der ersten Gitarre, die ich zurückgesendet hatte, das Rückgabeformular übersehen wurde. Aber eine Lieferung von meiner Adresse dann einfach als Geschenk zu behandeln, ist auch aberwitzig. Zumal das Formular einfach zu finden gewesen wäre, hätte man den Karton auch geöffnet. Davon darf man aber wohl ausgehen, wenn doch für die Reinigung eine Pauschale verlangt wird. Dafür ist der Karton doch zu öffnen?!
Eine der besten Punkte war, dass in der gleichen Antwort E-Mail auf meine Mahnung, irgendwelche Vertragsbedingungen und AGB in den Raum gestellt wurden, die so gar nicht existieren.
Dem Shop kann man wirklich nur die Nacharbeit der Verträge empfehlen. Keine bestimmten Regelungen zur Leistungszeit bei Mietkündigung und zu den Rückzahlungsmodalitäten.
Ich werde dort nicht mehr bestellen und meine Daten per DSGVO-Antrag löschen lassen.
Beim Kauf kann sicherlich nicht allzu viel schiefgehen, wenn das Instrument behalten wird. Miete aber nur empfehlenswert mit rechtlicher Vorkenntnis oder Rechtsschutzversicherung.
18. November 2025
Bewertung ohne vorherige Einladung