Yachtcharter Griechenland 2020- Rechtskräftiges Urteil gegen Yachtico
Wir hatten für Mai 2020 eine Yacht in Griechenland über Yachtico gechartert. Die erste Rate (Anzahlung) hatten wir dann auch für die Bavaria 51 fristgerecht überwiesen.
Aufgrund der Pandemie hatte ich dann angefangen, Yachtico per Mail und den recht komplizierten Ticketsystem über die Durchführung der Reise zu befragen, leider ohne Antwort. Im März erfolgte dann eine Benachrichtigung, welche sinngemäß wiedergab, dass eine "individuelle Lösung", aufgrund der Pandemie, gefunden werden würde. Weitere Benachrichtigungen, trotz mehrfacher Nachfrage per Mail und über das Ticketsystem, zu z.B. einem Hygienekonzept oder anderen Maßnahmen, welche die Durchführung der Reise ermöglichen würden, erfolgten nicht. Lediglich die konstante Zahlungserinnerung für die zweite Rate (also die Restzahlung des Betrages) wurde übermittelt.
Kurz vor Beginn der Reise kam dann auch endlich ein Telefongespräch zustande, bei welchem der Gesprächspartner über eine Kroatienreise sprach und kurze Zeit später offensichtlich wurde, dass er sich wohl in dem "Reiseland" vertan hatte. Meines Erachtens nach war dies eines von vielen Gesprächen, bei denen der Vertreter von Yachtico per Telefon versuchte, betroffene Personen, welche ebenfalls über Yachtico eine Yacht gechartert hatten, davon zu überzeugen, einen Gutschein anzunehmen und auf die Anzahlung zu verzichten. Auf dieses sehr unspezifische und (meiner Meinung nach) eher unseriös wirkende Angebot ging ich am Telefon nicht ein und äußerte den Wunsch, das ganze schriftlich zu erhalten. Die Reaktion darauf war, meines Erachtens, eher verärgert und es wurde mit der Rechtsabteilung gedroht, da ich (sinngemäß) ja die nur die Yacht gebucht hätte, ohne Anspruch darauf zu haben, auch segeln zu können.
Yachtico stornierte daraufhin kurz vor Reisebeginn den Chartervertrag, bestand aber weiterhin auf Einbehaltung der Anzahlung und Zahlung der zweiten Rate.
Ich verklagte daraufhin Yachtico vor dem Amtsgericht Berlin und gewann den Prozess ohne Einschränkungen im April 2021 (Rechtskräftig seit Mai 2021). Ich kann jedem nur empfehlen, bei gleichen oder ähnlichen Erfahrungen mit Yachtico, den Rechtsweg einzuschlagen. Gerne kann ich hierzu auch noch nähere Angaben machen.
Update zur Antwort: Meine Darstellungen sind korrekt und wurden gerichtlich bestätigt. Gerne hätte Yachtico jederzeit auf eine Verhandlung verzichten können, wenn die Vermeidung des gerichtlichen Aufwands wirklich der Grund war, z.B. keine Berufung einzulegen, indem die Anzahlung zurückgezahlt worden wäre und auf die zweite Zahlung nicht bestanden hätte. Bzgl. der / des Angebotes habe ich kein Schriftstück erhalten was ein Angebot belastbar und solide gemacht hätte. Bei der Verhandlung wurde ein Angebot gemacht, bei dem ich, wäre ich darauf eingegangen, die anteiligen Kosten der Gerichtsverhandlung, der Anwaltskosten und sonstigen Kosten hätte tragen müssen, wobei die gleichen Konditionen der Vercharterung nicht hätten gewährleistet werden können. Dieses mündlich vorgebrachte Angebot habe ich abgelehnt, da dies nur nachteilig für mich war und diese außergerichtliche Einigung / Vergleich dazu geführt hätte, dass kein Urteil gesprochen worden wäre. Wie gesagt, hat das Gericht hier zu meinen Gunsten gesprochen.
Meine Kommunikation war zu jedem Zeitpunkt sachlich und konstruktiv, was vor Gericht auch nicht bestritten wurde. Gerne nehme ich aber Ihre bealstbaren und schriftlichen Darstellungen für Fehlverhalten meinerseits gerne entgegen. Gleichwohl wurde bei der Verhandlung von mir deutlich gemacht, dass die Kommunikation von Yachtico nicht wahrnehmbar war. Yachtico bestätigte hier bei Verhandlung, dies mitzunehmen und daran zu arbeiten.
24. Mai 2021
Bewertung ohne vorherige Einladung