KapitalLebensVersicherung nach 21 Jahren mit 1.2% Verzinsung
Nach 21 Jahren regelmäßiger Einzahlungen in meine Kapitallebensversicherung bei Standard Life bin ich persönlich sehr enttäuscht vom Ergebnis. Die effektive Verzinsung liegt nach meiner Berechnung nur bei etwa 1,2 % pro Jahr — und damit sogar unter der langfristigen Inflationsrate. Real betrachtet hat mein Kapital also kaum Kaufkraft aufgebaut.
Kritisch sehe ich insbesondere die mehrfach gestaffelte Gebührenstruktur:
Provisionen für den Versicherungsvertrieb
laufende Verwaltungskosten des Versicherungsvertrags
zusätzliche Gebühren auf die Kapitalanlage der Sparbeiträge
weitere Kosten und Provisionen innerhalb der Investmentfonds
Dadurch entsteht aus meiner Sicht ein System, bei dem an vielen Stellen Gebühren abgeschöpft werden, während der eigentliche Anleger am Ende nur eine sehr geringe Rendite erhält.
Im Vergleich dazu erscheinen kostengünstige ETF-Sparpläne wesentlich transparenter und langfristig renditestärker. Im Vergleich dazu hätten breit gestreute ETF-Investments im selben Zeitraum historisch vielfach deutlich höhere Erträge von 7-11% erzielt.
Rückblickend würde ich eine solche Kapitallebensversicherung nicht mehr abschließen. Ich empfehle jedem Verbraucher dringend, sich nicht nur prognostizierte Renditen anzusehen, sondern die tatsächliche Nettorendite nach allen Gebühren, Provisionen, Kosten und Inflation über lange Zeiträume kritisch zu prüfen. Aus meiner Sicht wird häufig unterschätzt, wie stark diese mehrstufige Gebühren- und Provisionsstruktur die langfristige Nettorendite belastet.
Mein persönliches Fazit nach 21 Jahren: Das Chancen-Risiko-Verhältnis dieser Form der Altersvorsorge überzeugt mich rückblickend nicht.


