Finger weg. Punkt.
Wenn Ihr Euch als IT'ler 100% sicher seit, dass Euch irgendwann mal Augen aus- und Arme abfallen werden, dann ist diese BU eventuell noch etwas für Euch. Bei einer kognitiven Erkrankungen (wie z.B. LongCovid bzw. PostCovid) seht ihr keinen einzigen Heller.
Der Leistungsantrag lief fast 3 Jahre. In der Zeit konnte mein Körper größtenteils gut genesen. Der Sachverständige, der mir dann gestellt wurde (-> das ist in der Regel bei BU-Versicherern nicht üblich..), und der ebenfalls unfassbar schlechte Google-Bewertungen hat, konnte natürlich überhaupt nichts mehr feststellen (Die Tests zielen allerdings auch nicht auf Erschöpfung nach 3-4 stunden intensiver Arbeit ab, sondern nur auf Eure Leistung, wenn ihr noch frisch und unverbraucht seid.. aber was würde man auch anders erwarten).
Wenn Ihr denkt, dass Ihr zumindest einen Teil des ausgefallenen Gehaltes von zumindest 1-2 Jahren erhaltet, dann irrt Ihr gewaltig (als ob ich gerne krank geworden bin und es in den ersten 2 Jahren mit 50% Arbeitszeit versucht habe und dann im 3. Jahr GERNE arbeitslos geworden bin..).
Neben ständig wechselnden Berater, die sich nach belieben 2-3 Monaten einfach nicht mehr melden (Ausreden wir Urlaub, Wechsel in andere Abteilung und keine anschließende Übergabe der Informationen), hat mir dann eine besonders freundliche Dame angeraten, dass ich doch meinen Wunsch auf Leistungsfreistellung zurückzuziehen solle (den ich stellte, da ich wegen der monatlichen Beiträge so langsam Richtung Privatinsolvenz ging) - da doch noch die Chance bestehe, dass - selbst wenn der Gutachter keine BU feststellen kann, ich eine Chance auf eine Anerkennung des ausgefallenen Gehaltes hätte.
Wie mir kürzlich ein unabhängiger Versicherungsmakler erklärte, ist ein Leistungsfall nicht an laufende Beiträge gekoppelt, d.h. im Krankheitsfall (von bei mir über 3 Jahren), muss nicht weitergezahlt werden und die BU muss den Leistungsfall trotzdem prüfen. Diese Beratung war daher eine klare Falschinformation und Irreführung, damit ich meine monatlichen Beiträge schön weiter zahlte.
Ich bin von dieser BU-Versicherung unfassbar enttäuscht. Nicht, weil ich auf eine BU gehofft hatte. Darum ging es mir nicht. Ich bin ein Gerader Player, offen und hatte transparent mit denen kommuniziert. Mir hätte eine Teilentschädigung für das entfallene Gehalt durch meine Krankheit genügt (selbst nur einen kleinen Anteil davon...)
und eine Anerkennung auf die BU will ich gar nicht und habe ich auch kommuniziert. Aber selbst das war nicht drin. Knallharte Ablehnung. Schön deutsch, bürokratisch, trocken.
Meine Kündigung ist schon raus. Ratet mal was im Antwortbrief steht. Dass ich Risiken hätte, wenn ich im Berufsleben erkranke und ich mir die Kündigung nochmal überlegen solle. Außerdem gab es eine QR-Code mit Link zu einem Umfragebogen, warum ich denn kündigen wolle und woran es liegt, dass ich unzufrieden bin. Ein Witz par excellence!
TLDR: Die LV1871 weiß es gekonnt, ihre Versicherten JAHRELANG hinzuhalten. Jeder einzelne Schritt in einem Leistungsfall kostet ca. 3 Monate. Beratungen können Falschaussagen enthalten, nur um Euch zu motivieren, monatliche Beiträge weiterzuzahlen.
Meine Empfehlung: Finger weg von der LV1871!
26. Juli 2025
Bewertung ohne vorherige Einladung