Gute und schlechte Seiten
Das städtische Krankenhaus von Fürth in Bayern ist eine sehr alte Institution, was man schon am Hauptgebäude gut erkennen kann. Die ersten Grundsteine wurden 1441 gelegt und das alte, heutige Hauptgebäude stammt von 1931 (Gebäude würde als Hintergrund in jedem Film zur Wehrmachtszeit gute Dienste leisten).
Kurzum - alles ist eigentlich eine rießige Baustelle, die jeden Besucher seit 60 Jahren in den Wahnsinn treibt. Man findet eigentlich nichts bzw. jedesmal ist etwas woanders.
Und man schafft es zudem, die neu gestalteten Sachen so kompliziert zu verstecken und zu verschachteln, das niemand - wirklich niemand -mehr durchblickt oder etwas versteht.
Beispiel Röntgenabteilung: Es gibt drei verschiedene Bereiche - die Anmeldungen dazu sind aber immer in den anderen Bereichen. Und das sind auch andere Betreiber, die sich mit den anderen Bereichen absolut nicht auskennen (wollen) und niemanden Auskunft geben (möchten).
Es gibt natürlich auch tolle, freundliche Mitarbeiter und schöne Bereiche. Die muss man aber lange suchen. Oft hat man das Gefühl, das viele nur genervt sind. Dennoch geben sich die Meisten wirklich sehr viele Mühe, sind menschlich und versuchen ihr Möglichstes.
Was aber eine absolute Unverschämtheit ist (dafür kann aber das Krankenhaus eigentlich nichts) sind die Parkmöglichkeiten. Um das Krankenhaus herum hat die Stadt Fürth alles Dicht gemacht und nur eine Straße steht zum Parken zur Verfügung. Das kleine Parkhaus ist restlos überfüllt, da hier alle Mitarbeiter rein müssen. Gut - wo sollen sie auch hin?
Und die Straße - wo es geduldet wird - ist absolutes Überwachungsgebiet. Das Ordnungsamt hat wohl eine eigene Filiale und sofort sind 20.- € fällig, wenn man nur ans bremsen denkt.
Zwei Stunden kosten am Automat 5.- €.
Die medizinische Leistung ist recht ordentlich, viele sind sehr bemüht, das Haus selbst ist eine Katastrophe und das Umfeld der Wahnsinn.
Dafür werden im Umland neue, moderne und schöne Krankenhäuser geschlossen. Danke dafür....
