Leider sehr enttäuschende Erfahrung mit…
Leider sehr enttäuschende Erfahrung mit der Binger Filiale von Auto Pieroth.
Ich hatte bei Auto Pieroth in Bingen ein Fahrzeug geleast – mit der klaren mündlichen Zusage, es am Ende der Leasinglaufzeit übernehmen zu dürfen. Als es so weit war, wurde mir der Kauf jedoch strikt verweigert – mit fragwürdigen Argumenten wie angeblichen Getriebeproblemen, steuerrechtlichen Einschränkungen und der Behauptung, Leasingfahrzeuge würden grundsätzlich nicht an Privatkunden verkauft, sondern alle Leasingfahrzeuge gingen zurück an die Bank.
Meine Anfrage an die Geschäftsführung blieb unbeantwortet. Stattdessen wurde ich an den Berater der Geschäftsführung verwiesen, der mich von oben herab behandelte, sowie an den Chefverkäufer, der zwar freundlich war, aber offensichtlich ebenfalls damit beauftragt war, mir unhaltbare Gründe zu nennen, warum ich den Wagen nicht bekomme. Nach rund 30 Minuten Gespräch sagte man mir unmissverständlich: „Sie können machen, was Sie wollen – Sie bekommen das Fahrzeug auf keinen Fall.“ Auch die Bitte, mir den künftigen Käufer zu nennen, damit ich das Auto dort erwerben könnte, wurde abgelehnt.
Grundsätzlich war ich mit dem Fahrzeug sehr zufrieden – es war komfortabel, fuhr zuverlässig und entsprach meinen Erwartungen. Allerdings traten immer wieder Probleme mit der Ladeelektronik auf. Angeblich wurden zweimal die Batterien ausgetauscht, dennoch blieben die Störungen bestehen. Ich hatte diese Mängel bereits während der Garantiezeit mehrfach angesprochen. Kurz nach Ablauf der Garantie wollte man mir dann eine neue Lichtmaschine für rund 1.000 € einbauen – obwohl diese nach Überprüfung bei einem Boschdienst keinerlei Defekte aufwies.
Besonders bitter: Ein Bekannter von mir, der am selben Tag beim selben Verkäufer ebenfalls ein Fahrzeug geleast hatte, durfte es problemlos übernehmen. Für mich wirkt das wie gezielte Willkür – möglicherweise als Reaktion darauf, dass ich auf die vertraglich zugesicherten Fahrzeugreinigungen bestanden habe. Nach etwa einem Jahr teilte mir eine Mitarbeiterin der Filiale in Bad Kreuznach mit, mein Reinigungskontingent sei angeblich aufgebraucht. Daraufhin wandte ich mich an die Geschäftsführung. Diese konfrontierte mich mit der Frage, ob ich überhaupt wisse, wie teuer jede einzelne Aufbereitung sei. Ich verwies darauf, dass bei einem Ford Vignale die regelmäßige Fahrzeugreinigung vertraglich zugesichert ist und es keine Beschränkung in Form eines Kontingents gibt, solange man der Erstbesitzer ist und alle Inspektionen einhält. Wir einigten uns und die Reinigungen wurden fortgeführt. Als Dankeschön lies ich an einem heißen, Sonnigen Tag einen Eiswagen für die Mitarbeiter auf meine Kosten vorfahren und die drei freundlichsten Mitarbeiter aus Bad Kreuznach erhielten zu Weihnachten 50€, was ich sehr gerne getan habe.
Ein weiterer Punkt, der offenbar ebenfalls auf Unmut bei der Geschäftsführung stieß: Mir wurden vom Verkäufer die ersten zwei Inspektionen kostenfrei zugesagt. Der Hintergrund war, dass mein ursprünglich bestelltes Fahrzeug nicht ganz der Bestellung entsprach und man mir als Ausgleich damit entgegenkommen wollte.
Die Reinigungen in Bingen waren ohnehin unzureichend. Ein Verkäufer empfahl mir sogar, nach Bad Kreuznach auszuweichen. Dort war der Service deutlich besser – insbesondere dank des freundlichen Meisters – und die Fahrzeugaufbereitung zunächst professionell. Später allerdings wurde mein Auto von Auszubildenden mit rauem Werkstattpapier abgetrocknet, was Kratzer und Schlieren hinterließ. Einmal fand ich sogar Schäden an den Türinnenseiten vor, vermutlich vom Staubsaugerrohr.
Ich bin inzwischen wieder bei meiner Premium-Marke und froh, mit diesem Autohaus nichts mehr zu tun zu haben. Was ich hier erlebt habe, war geprägt von Inkompetenz, mangelnder Kommunikation, fehlender Kundenorientierung – und einer Geschäftsführung, die es nicht nötig hat, sich mit ihren Kunden zu einigen. Sehr schade.





