Meine Erfahrungen zur Rehaklinik Teil 2
Jetzt muss ich aber leider noch einen Punkt ansprechen, den ich, so gut mir die Reha-Einrichtung auch gefiel, als unterirdisch schlecht bezeichnen möchte.
Ich meine damit zunächst meinen aufnehmenden Arzt, der nunmehr wohl im 2. Jahr dort praktiziert, aber die Visiten eher dazu nutzt, seinen Frust über die schlechte Computerverhältnisse oder was anderer Ärzte so alles falsch machen, loswerden wollte.
Seine Eingangsuntersuchung war alles andere als etwas besonderes, obwohl er in einem Vortrag davon sprach, dass die Ärzte sich hier mehr Zeit für den Patienten lassen können. In seinen
Visiten hatte ich tatsächlich nie den Eindruck, dass er mich als Patienten auf dem Schirm hatte. Laborauswertungen, Nutzung des Bewegungsbades, Verlängerung- oder Reduzierung der verschriebenen Medikamente, Nutzungsdauer der Gehstützen oder eine mögliche Verlängerungswoche wurden ausnahmslos von mir er- bzw. nachgefragt.
Der Höhepunkt für mich war dann aber der besagte Vortrag (Aufenthalt in der Orthopädie) von ihm, wo er unter anderem über die Pünktlichkeit zu den Therapieanwendungen und zum respektvollem Umgang und zum höflichen Verhalten untereinander anmahnte.
Leider war er in diesem Fall ebenfalls kein gutes Vorbild, da er zu keiner seiner Visiten auch nur annähernd pünktlich erschien. Dass man in Arztpraxen schon mal etwas länger warten muss, ist
mir klar. In der Reha waren die Visiten aber im Tagesplan terminiert und in der Folge schlossen sich zeitnah schon wieder die nächsten Behandlungen an.
Auch bei der Frage der Höflichkeit hatte er offensichtlich ein andere Sicht auf die Dinge. Mit dem Handy in der Vorhalte (also kein Telefonat wegen eines Notfalls) lief er durch die Gänge und übersah dabei eigentlich so fast jeden.
Leider hatten auch einige der Diabetes Ärztinnen so ihre Probleme mit dem Tagesgruß.
Jetzt könnte man meinen, dass das von mir Geschilderte eine Einzelmeinung ist.
Ich kann aber versichern, dass ich aus Gesprächen mit anderen Rehabilitanden*innen erfuhr,
dass diese auch nicht so recht mit seinem Verhalten einverstanden waren und ihn teilweise als selbstverliebt, überheblich und anmaßend beschrieben.
Bei meinem letzten negativen Punkt möchte ich mich kurzfassen.
Nach einem Wochenende mit außergewöhnlich starken Schmerzen bat ich um einen Arzttermin, den ich bei einem anderen Orthopäden der Rehaklinik erhielt. Was sich dort zutrug und wie
dieser Arzt mit mir umging, möchte ich hier nicht wiedergeben, da ich es bereits schriftlich beim Beschwerdemanagement der Klinik vorbrachte. Leider wurde diese Beschwerde einfach nur ausgesessen. Neun Tage reichten offensichtlich nicht aus, eine Klärung herbeizuführen.
Mir wurde lediglich in einer späteren E-Mail mitgeteilt, dass mit dem betreffenden Arzt gesprochen wurde. Was soll man damit anfangen?
Jetzt noch kurz zu meinem Resümee:
Die Rehaklinik Hohenelse mit all seinen Behandlungsmöglichkeiten, den vielen freundlichen und engagierten Therapeuten sowie den vielen anderen fleißigen Helfern*innen, in der Küche, den Schwestern, den Reinigungskräften oder den Rezeptionistinnen möchte ich das Prädikat Weltklasse bescheinigen!
Wenn ich das nur auch von den beiden Ärzten hätte sagen können.








