ONNI, Ehrlichkeit und Kinderrechte
Nachfolgend meine Unterhaltung auf Instagram mit @onni.haircare:
- Hallo!
Ich bin etwas irritiert über die heutige Werbung von Franzi von Hardenberg @sissihardenberg für euch. Denn gestern fuhr sie mal wieder zu ihrem neuen Freund nach Hamburg, heute früh zeigte sie auch Bilder vom gemeinsamen Abend, dann plötzlich und ohne Erläuterung Werbung für euch aus dem zum Verkauf stehenden Haus in Berlin, dann wieder eine Story aus Hamburg bei einem Shooting. Wie geht das? Kann sie sich teleportieren? [Belege]
Dann finde ich die ganze Werbung ehrlich gesagt nicht sehr ansprechend. Frau von Hardenberg wirkt durch die rausgewachsenen Haare ungepflegt, zumal die abgebrochenen Teile von ihrer ständigen Blondierung kommen werden. Auch empfinde ich Storys direkt nach dem Aufstehen als Zumutung und das hat auch nichts mit „für mehr Realität auf Instagram“ zu tun.
Ihr tut euch mit ihr […] keinen Gefallen […] wenn sie Werbung aus der Konserve abspielt und als taggleich ausgibt.
Darüber hinaus benutzt sie ihre Kinder für Content und Werbung, obwohl es sich bei ihr um einen kommerziellen Kanal und noch dazu Businessaccount handelt. So geschehen gestern in ihrer Einleitung der Reklame für einen Socken-Shop mit Bezugnahme auf eine der Töchter: [Belege]
Des Weiteren zeigt sie die Kinder schon lange schamlos in Badebekleidung, mit gespreizten Beinen beim Eisessen, im Schlafanzug, in ihren Zimmern und beim Geburtstagfeiern, bäuchlings mit verschränkten Armen beim Schaumkussessen (ich muss euch hoffentlich nicht sagen, dass dies alles se*ualisierte und die Privatsphäre verletzende Aufnahmen sind), fotografiert unter ihren Rock oder beobachtet sie heimlich von draußen beim Tanztraining. Den getrennt lebenden Kindsvater Jasper von Hardenberg scheint dies nicht zu stören.
Mich aber, und deshalb schreibe ich gerade an einer Meldung fürs Jugendamt und ans LAGetSi Berlin wegen Kindeswohlgefährdung und Kinderarbeit. Und von euch als Kooperationspartner erwarte ich, dass ihr euch mal fünf Minuten mit dem Account auseinandersetzt, auf dem ihr Werbung schaltet und ggf. aus Gründen davon abseht.
Bei der Aktivistin […] könnt ihr euch zum Thema „Kinderrechte im Netz“ weiterbilden. Auch empfehle ich folgendes Rechtsgutachten: [Verweis] […]
- Hallo und guten Morgen,
vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback. Wir schauen uns solche Rückmeldungen sehr genau an und nehmen sie auch mit in unsere internen Gespräche.
Zu Franziska von Hadenberg möchten wir gerne ein wenig Hintergrund geben: Franzi ist für uns schon lange weit mehr als eine Creatorin und Kooperationspartnerin. Sie ist eine unglaublich hilfsbereite Networkerin, gerade auch für Female Founded Companies, teilt Kontakte, gibt Tipps und unterstützt andere Unternehmerinnen auf eine Art, die man nach außen vielleicht gar nicht immer mitbekommt. ONNI und Franzi verbindet deshalb seit vielen Jahren eine enge und besondere Zusammenarbeit.
Gleichzeitig hat sie eine sehr große und engagierte Community und gehört tatsächlich zu unseren stärksten Kooperationspartnerinnen. Vielleicht liegt ein Teil ihrer Authentizität auch gerade darin, dass bei ihr nicht immer alles perfekt inszeniert wirkt – auch das spricht viele Menschen an.
Was die zeitliche Aktualität von Content betrifft, ist es tatsächlich so, dass viele Creator Inhalte vorproduzieren. Gerade bei Haircare-Content braucht es beispielsweise ein Badezimmer oder ein entsprechendes Setting, und nicht jede unserer Partnerinnen arbeitet hauptberuflich als Creatorin. Dazu kommen Urlaubszeiten, berufliche Verpflichtungen oder andere Projekte. Bei Franzi wissen wir beispielsweise, dass sie aktuell mitten in den Vorbereitungen für ihre Roadshow steckt. Die entsprechenden Stories waren bereits deutlich früher mit uns geplant und gebucht, deshalb ist das für uns in diesem Fall vollkommen in Ordnung.
Zu persönlichen Themen wie Kindern, Familie oder Haus möchten und können wir als Marke keine Bewertung abgeben. Das sind sehr individuelle Entscheidungen. Persönlich würde man manches vielleicht anders handhaben, andere wiederum schätzen gerade, dass Creator auch ihr echtes Leben zeigen.
Wenn sich Ihre Kritik konkret auf solche persönlichen Inhalte bezieht, wäre Franzi selbst daher sicherlich die richtige Ansprechpartnerin.
Ihre Rückmeldung zu unserer Zusammenarbeit und zum Content nehmen wir aber selbstverständlich ernst und werden sie auch noch einmal im Team besprechen.
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Die persönlich geprägte Wahrnehmung von ONNI können weder ich noch mein Umfeld teilen. Auch sprechen „Franzis“ Zahlen - online wie betrieblich - dagegen.
Dass Kindesm*ssbrauch hier so lapidar abgetan wird, schockiert mich und ist ein eindeutiges NEIN gegen die Marke.








