Vertrauen ist nur dann gut, wenn es überhaupt gerechtfertigt ist
Der Dienstleister verschafft sich auf der Webseite einen vertrauenerweckenden Anschein. Zitat: "Direkter Kontakt Persönlich für Sie da: Schreiben Sie uns, [ ... ]. Per E-Mail antworten wir in der Regel innerhalb eines Werktags." Im Juli 2026 hatte ich eine ausführliche und zugewandte E-Mail mit echtem Interesse an Helfi-Ruf übermittelt. Aus jahrzehntelanger praktischer Erfahrung im Umgang mit älteren Menschen (u.a. Seniorengruppenmentor) hatte ich ein paar Fragen aufgeworfen u. mir gestattet, einige konstruktive Hinweise zur Praktikabilität und zu erwartbaren Umsetzbarkeitshindernissen mitzugeben.
Bis auf die automatische Lesebestätigung habe ich viereinhalb Monate später noch keinerlei Antwort erhalten. (Falls eine komplexe Antwort diese Zeit benötigt hätte ...) Der Anstand für eine zumindest kurze Beantwortung muss gegeben sein! Alles andere ist indiskutabel. Nicht falsch zu verstehen: Wer ein solches KI-Projekt in Gang setzt, der wird auch mit Spam-Ordnern umgehen können. Ich nehme das als 1:1-Bezug für die Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit der angebotenen Dienstleistung und/oder als Beleg ignoranter Priorisierung.
Damit der konkrete Beweggrund zu dieser Bewertung nochmals verständlich wird: Eine Unternehmung, die ihr Geschäftsmodell auf die (angebliche) Verlässlichkeit reaktiver Intervention aufbaut, es jedoch im Gegensatz nicht hinbekommt ein verlässliches eigenes Kommunikationsmanagement zu etablieren als eine grundlegende Hausaufgabe, die hat Vertrauen bereits im Ansatz eingebüßt. Fehlendes Vertrauen begründet ein Preis-Leistungs-Missverhältnis. Potentielle Interessenten sollten deswegen Kenntnis dieser Information VOR einer vertraglichen Bindung für die angebotene kommerzielle Dienstleistung aus einem allgemein zugänglichen Online-Bewertungsportal erhalten. Weniger als ein "KI-gestützter Kundenservice" ist "überhaupt gar kein Kundenservice"!
Das ist doch plausibel, oder etwa nicht?


