Eingeschränktes Medien-Angebot bei Gropius-Ausstellungen
Seit einigen Tagen ist die Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt“ nun endlich auch im Gropius-Bau in Berlin zu sehen. Da mich das Thema Kunsthandel während der NS-Zeit interessiert, war ein Muß, diese Schau möglichst schnell aufzusaugen. Da es kaum möglich ist, die ganzen Informationen an einem Tag zu erfassen, entschloß ich mich, den begleitenden Ausstellungskatalog zu erwerben. Zugleich interessierte mich der bislang einzige, dazu erschienene Roman „Der Bilderhorter“. Da ich den Titel nicht auf dem eigens für die Ausstellung eingerichteten Tisch ausmachen konnte, fragte ich beim Personal nach. Ja, dieses Werk könne man mir selbstverständlich beim Pintas-Verlag bestellen, aber die Leitung des zentralen Einkaufs hätte sich gegen eine Präsentation entschieden (Gründe?). Als Mensch, dem Pluralismus wichtig ist und der die übrigen Sachbücher dazu schon kennt, konnte und kann ich eine solche Entscheidung nicht entfernt nachvollziehen. Sorry, aber gerade ein solch prominenter Platz in der Museumsszene ist doch letztlich auch eine gewisse Verpflichtung! Ich entschied mich, vom ganzen Kauf abzusehen. Zum Glück gibt es eine ganze Reihe anderer Buchhandlungen in der Hauptstadt, die ein vollständigeres Sortiment führen und meines Erachtens gibt es solches Gebaren letztlich nur dem Branchenschreck Amazon weiter Auftrieb.

