Rechtsanwalt statt Partnerschaft
Ein Kunde wollte zusätzlich auch ein Angebot von der beko einholen.
Daher haben wir uns um Erstgespräche bemüht, sämtliche Unterlagen aufbereitet und geprüft. Erst 45 Minuten vor Ablauf der zweiwöchigen Deadline wurde schließlich ein Angebot eingereicht, das den Budgetrahmen des Kunden deutlich überschritt.
Der Fairness halber wurden die Mitarbeitenden darauf hingewiesen und ihnen die Möglichkeit zur Nachbesserung eingeräumt – ich bot sogar eine Fristverlängerung an.
Daraufhin wurde bestätigt, dass das Angebot in der eingereichten Höhe berücksichtigt werden soll.
Der Auftrag wurde letztlich an ein deutlich besseres Angebot vergeben.
Einige Wochen später verlangen sie plötzlich eine Aufwandsentschädigung und sind sogar bereit, uns wegen angeblich unfairer Behandlung im Vergabeprozess zu verklagen.
Da ist man freundlich und bemüht, bietet selbst dann noch jede mögliche Unterstützung an, wenn Dinge schieflaufen – nur um sich am Ende mit Rechtsanwälten und unnötigen Kosten herumschlagen zu müssen. Genau so stellt man sich gelebte Partnerschaft vor, oder?
Meine ehrliche Empfehlung: Am besten gar nicht erst anfragen und jeglichen Kontakt möglichst vermeiden.
